Krankenzimmer Nummer 102 anstelle Startnummer 102!!

Rabenschwarzes Pech hatte die sympathische und sehr erfolgreiche Nachwuchsathletin Svenja Beerschwenger, Mitglied des Deutschen Kanu Wildwasser Nationalteams. Am Vorabend der Wettkämpfe, im Rahmen eines „Festes der Nationen“ brach sie das Wadenbein.
 
Interview von Eugen Dornbierer, Pressechef Kanu Junioren WM
 
Svenja, anstelle im Kanu zu paddeln liegen sie mit eingegipstem Bein im Zimmer 102 des Kantonsspitals Stans. Wie geht es Ihnen?
 
Den Umständen entsprechend ganz ordentlich. Der Bruch des Wadenbeins und die Verletzungen am Sprunggelenk sind schon ärgerlich. Mittlerweile wurde ich operiert. Die Ärzte geben ihr Bestes. Ich fühle mich gut aufgehoben, obwohl ich lieber auf dem Wasser wäre. So hoffe ich, wenigstens noch als Zuschauerin an der WM dabei sein zu können, um von der Tribüne aus meine Kolleginnen und Kollegen anfeuern zu können.

Wie ist ihr Formstand, wie haben sie sich auf die WM vorbereitet?

Ich war fast jeden Tag im Training und selbst bei minus 15 Grad auf dem Wasser. Wir trainierten wirklich viel und vielseitig. Ich fühle mich echt fit.

Und bedauern es daher umso mehr, nicht starten zu können!

Ja schon, wir hätten in der Mannschaft unter die ersten Drei fahren können!

Wie hätte ihr Wettkampfprogramm ausgesehen?

Ich hätte alle Kajakrennen bestritten; Langdistanz, Sprint und die Teamwettkämpfe Langdistanz und Sprint.

Wie gefällt ihnen die Engelberger Aa?

Obwohl nicht sehr viel Wildwasser fliesst finde ich „den Bach“ eigentlich ganz schön. Auch gibt es keine „wilden“ Passagen und mit der eher langen Distanz kam ich in meinem Trainingsfahrten ganz gut zu Recht. Mir hat es Spass gemacht.

Mit welchen Zielsetzungen kamen sie an die WM?

Ja, ich hatte halt schon das Ziel, in der Langdistanz und im Sprint jeweils unter die ersten 7 zu fahren.

Ihre bisherigen Resultate?

Ich bin 10 fache Deutsche Meisterin, Vizeeuropameisterin und Drittplatzierte mit dem Team an der EM 2008, damals war ich gerade mal 14 Jahre alt.

Welches sind ihre beruflichen Ziele?

Ich komme jetzt in die 10. Klasse, möchte das Abitur machen und danach Wirtschaftsrecht studieren.

Svenja liebt die Farbe rot, isst sehr gerne „Mamas – Nudelauflauf“ und freut sich, schon bald wieder ohne Stöcke, aber mit dem Paddel, sich fortbewegen zu können.

Herzlichen Dank für das Gespräch und beste Wünsche für baldige und optimale Genesung.

 

 
 
 
 
 
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