EM 2007                       

 Das deutsche EM - Team kehrt mit 11 Medaillen von den Europameisterschaften zurück!!!

Sprint Mannschaft

Erstmals international ausgetragen wurden die Rennen um die Sprintmannschaften. Auch hier gingen die Sportler nach den 8 bisher gesammelten Medaillen optimistisch in die Rennen.  Nach den taktischen Vorbesprechungen verlief der erste Lauf bei den Kajak – Herren gut. Sie kamen mit nur einem Rückstand von 0,64 Sekunden auf den Siegerplatz als vierte ins Ziel. Bei den engen Abständen wurde es dann spannend im zweiten Lauf. Sie setzten alles auf eine Karte und verbesserten ihjre Laufzeit noch mal um über eine Sekunde. Im Ziel haben sie schon mit der Bestzeit gerechnet, doch dann begann das Warten auf die besseren Mannschaften des ersten Laufes. Sowohl die Italiener als auch die Franzosen konnten die Zeit der deutschen Herren nicht mehr unterbieten. Das starke tschechische Team fur dann eber erneute Bestzeit und gewann vor Florian Wohlers, Stephan Stiefenhöfer und Max Hoff, die erstmalig nach längerer Durststrecke wieder eine Medaille für ein deutsches Team sichern konnten.
Die Einer- Canadierfahrer mit Normen Weber, Dominik Pesch und Julian Rohn konnten sich im ersten Lauf durch eine fehlerfreie Fahrt sogar auf den Spitzenplatz mit einem Vorsprung von 0,02 Sekunden vor den starken Croaten setzen. Als letzt eim zweiten Lauf ins Rennen gegangen galt es nun die starke vorgelegte Zeit des kroatischen Teams mit 3:40,34 zu unterbieten. Auch sie verbesserten ihre Laufzeit nochmals, konnten aber  mit einer Zeit von 3:40,78 nicht mehr ganz vorne platzieren und wurden ebenso wie die Kajak- Herren zweite.
Denkbar knapp waren auch die Abstände bei den Damen. Sabine Füßer, Alke Overbeck und Birgit Bach gingen als Zweitplatzierte mit 0,04 Sekunden Rückstand vor den favorisierten Tschechinnen an den Start des zweiten Laufes. Im Ziel legten sie zunächst die Bestzeit vor den Französinnen vor. Mit Spannung erwarteten alle den Einlauf der Tschechinnen, aber auch sie verbesserten sich. Für die Damen des deutschen Teams reichte es wie schon im Classicrennen zur Silbermedaille.

Schlecht lief es dann im Zweier- Canadier. Das Duo Andree-Driesch beging kurz hinter Treppe einen schweren Fahrfehler, der sie ins Kehrwasser schob. Sie verloren wertvolle Zeit und belebten den vierten Platz mit über fünf Sekunden Rückstand. Sie verbesserten ihre Laufzeit um 6 Sekunden und hofften im Ziel noch auf einen Fehler der nachfolgenden Mannschaften. Sie blieben im Endklassement auf Platz vier.

Sprint

Im ersten Sprintlauf konnten die deutschen Sportler ihre Erwartungen nicht ganz erfüllen. Das schwierige Schiebewasser auf der Wildwasserstrecke verlangte den Sportlern einiges ab. Beste Aussichten auf einen Treppchenplatz hatte nach dem ersten Lauf Florian Wohlers im Kajak der Herren auf Rang drei. Allerdings lag das Kajakfeld so dicht zusammen, die ersten sieben Platze keine Sekunde auseinander lagen. Durch einen traumhaften zweiten Lauf konnte sich Florian sogar noch um einen Platz auf Rang zwei mit einem Rückstand von 1,8 Sekunden hinter dem Engländer Jonathan Schofield verbessern. Max Hoff gelang anfangs ein guter erster Lauf. Kurz vor dem Ziel hing er allerdings kurzzeitig auf einer Sandbank fest und verlor dort einige Zeit und landete im ersten Lauf auf Platz 11. Auch Max Hoff uns Stephan Stiefenhöfer nutzten ihre Chance und verbesserten sich im zweiten Lauf auf die Plätze sieben und acht.  Sebastian Verhoef kam im Endklassement auf Rang 19 und konnte seine Erwartungen nicht erfüllen.
Bei den Einer-Canadiern hat sich Normen Weber viel vorgenommen. Leider patzte auch er auf der schwierigen Strecke mit einem Fahrfehler und ging von Platz neun aus im zweiten Lauf auf die Strecke. Hier gelang ihm ein perfekter Lauf und er konnte sich noch auf Platz fünf vorfahren. Julian Rohn und Dominik Pesch belegten die Plätze 10 und 14. 
Bei den Damen lag Sabine Füßer aussichtsreich auf Platz 3 nach dem ersten Lauf. Nach einer Videoanalyse des ersten Laufes entschieden sich die Damen einen anderen Weg zu fahren. Im linken Weg der „Treppe“ traf sie dann mit ihrer Spitze einen Stein und kenterte, musste rollen und verlor wertvolle Zeit und wurde letzte des Feldes. Newcomerin Birgit Bach änderte ihre Route ebenfalls im zweiten Lauf und erreichte trotz eines Fahrfehlers in der linken Route einen hervorragenden fünften Platz. Alke Overbeck  verbesserte ihre Laufzeit auch noch mal und belegte im Endklassement Platz sieben ebenso wie Silke Kassner auf Platz elf.
Im Zweier-Canadier ging an den Booten der Franzosen kein Weg vorbei. Sie gewannen die ersten drei Plätze souverän. Maik Schmitz und Nils Knippling überraschten mit zwei guten Läufen und einem fünften Platz im Sprint. Tobias Trzoska und Martin Ulrich wurden zehnte.
Gespannt sehen alle auf die international erstmals stattfindenden Mannschaftsrennen im Sprint.       

Classic Mannschaft

  

Nach den Einzelergebnissen starten alle Kategorien hoffnungsvoll in die Mannschaftsrennen. Die Kajak- Herren starteten am Anfang des Feldes und mussten lange Zeit im Ziel warten bis endlich ihr Ergebnis feststand. Mit einem Rückstand von 3 Sekunden sicherten sich Max Hoff, Stephan Stiefenhöfer und Achim Overbeck Rang zwei hinter den starken Tschechen.

Auch im Einer- Canadier lagen die drei erstplatzierten Mannschaften dicht zusammen. Leider verpasste das deutsche Team mit Normen Weber, Julian Rohn und Dominik Pesch durch einen kurzen Fahrfehler von Normen den Sieg und erreichte trotzdem noch einen hervorragenden zweiten Platz hinter dem Team aus Croatien.

Überraschend gut lief es auch bei den Damen. Sabine Füßer, Alke Overbeck und Manuela Stöberl konnten mit ihrer Taktik ebenfalle den zweiten Rang vor den Fahrerinnen aus Franreich und hinter den Tschechinnen, die mit einem Vorsprung von 28 Sekunden ins Ziel kamen, sichern.

Die guten Einzelergebnisse der Zweier-Canadier spiegelten sich auch im Teamrennen wieder. Tobias Trzoska – Martin Ulrich, Uli Andree – Patrick Driesch und Maik Schmitz – Nils Knippling gewannen souverän das Rennen und wurden überglücklich Europameister. Auch Ressortleiter Lutz Fahlbusch freute sich über die Ergebnisse der ersten beide Tage, so dass er sogar ein unfreiwilliges Bad in der Una nahm.

Classic – Einzel

Nach den erfolgsversprechenden Trainingstagen ging es nun zu den Wettkämpfen. Als erstes standen sie Classicrennen auf dem Programm. An Max Hoff, der bereits im Nonstop als bester Fahrer seine Qualitäten zeigte, ging kein Weg vorbei. Er kontrollierte das Feld auf der gesamten Strecke und siegte mit einem Vorsprung von fünfzehn Sekunden. Achim Overbeck konnte sich mit einem vierten Rang glänzend in Szene setzen. Stephan Stiefenhöfer, der sich bei der nationalen Qualifikation nicht für einen Einzelstart bei den Classicrennen qualifizieren konnte, durfte ebenso wie Sebastian Verhoef als Vorstarter auf die Strecke gehen. Er war darüber sichtlich enttäuscht, denn mit seiner Zeit wäre er sogar auf das Podest mit einem Rückstand von zwei zehntel Sekunden hinter Platz zwei gefahren. Aufgrund seiner starken Leistung wurde er für den Start in der Classicmannschaft nominiert. Nach längeren Diskussionen innerhalb der Jury der Meisterschaft und des europäischen Kanuverbandes billigte man Stephan dann auch den Start in der Classicmannschaft zusammen mit Max Hoff und Achim Overbeck. Florian Wohlers und Lars Walter erreichten die Plätze 11 und 14 in diesem Rennen.

Im Einer – Canadier der Herren holte Normen Weber seine erhoffte Einzelmedaille. Er gewann nach einem spannenden Endspurt die Silbermedaille hinter dem Croaten Emil Milhram. Aber auch seine Mannschaftskollegen Julian Rohn und Dominik Pesch waren mit ihren Platzierungen sieben und zehn zufrieden.

Bei den Damen ging an den Tschechinnen kein Weg vorbei. Die mehrfache Weltmeisterin Mrzuskova (ehemals Strnadova) siegte vor ihrer Landsfrau Lenka Lagernova und der Schweizerin Sabine Eichenberger. Beste Deutsche im Feld auf Platz fünf wurde Sabine Füßer, die bei der Zwischenzeit auf der Hälfte der Strecke noch auf Rang drei lag. Die erst 19 jährige Alke Overbeck erreichte in ihrem ersten Damenjahr einen guten siebten Platz. Manuela Stöberl und Silke Kassner rundeten das Ergebnis mit den Rängen 9 und 10 ab.

Mit Spannung erwarteten alle die Entscheidungen im Zweier-Canadier. Die Franzosen Santamaria-Leblond führten das Feld souverän vom Start bis zum Ziel an. Die Plätze zwei bis vier trennte nur eine Sekunde. Schon bei der Zwischenzeit lagen die drei Boote gleichauf. Im Endklassement konnten sich Tobias Trzoska und Martin Ulrich den Vizeeuorpameistertitel vor den Slovaken Vala-Slucik sichern. Undankbare vierte wurden die Weltmeister des vergangenen Jahres Uli Andree und Patrick Driesch. Das Siegburger Duo Maik Schmitz und Nils Knippling komplettierte auch hier das hervorragende Mannschaftsergebnis.

Alle weiteren Ergbnisse unter www.wildwassersport.de/

Nonstop 

 

Der erste Renntag ist vollbracht. Die Sportler des Nationalteams sichern sich beim Nonstop gute Startplätze.

Beim morgigen Classicrennen geht Max Hoff in der Poleposition als letzter Fahrer des Kajak-Herren Feldes an den Start. Er sicherte sich im Nonstoptraining den ersten Platz mit einem Vorsprung von 18 Sekunden vor Maximilian Benassi aus Italien. Auch die weiteren deutschen Kajakfahrer liegen gut im Rennen. Florian Wohlers auf Platz 11, sowie Achim Overbeck und Lars Walter auf den Rängen 17 und 18 haben ebenfalls gute Ausgangspositionen für die Classicrennen am Donnerstag.
Bei den Damen sicherten sich die Tschechinnen die Vormachtstellung mit den ersten drei Plätzen. Sabine Füßer erreichte als beste Deutsche Platz fünf. Mit Manuela Stöberl auf Rang 7 und Silke Kassner und Alke Overbeck auf den Rängen 9 und 10 kann man hier auf ein gutes Mannschaftsergebniss spekulieren.
Bei den Einer-Canadiern konnte sich Normen Weber auf Platz zwei hinter dem amtierenden Weltmeister Emil Milihram eine gute Ausgangsposition verschaffen. Julian Rohn erreichte Platz 8 und Dominik Pesch Rang 11.
Die beste Mannschaftsleistung zeigten die Zweier-Canadier mit Uli Andree – Patrick Driesch, Tobias Trzoska – Martin Ulrich und Maik Schmitz – Nils Knippling auf den Plätzen vier bis sechs.  

Nach der Eröffnungsfeier heute Abend werden die Sportler gut gestärkt auf den morgigen Tag blicken.


Nationalmannschaft in Hochform

- Unsere Sportler fighten ab Donnerstag in BIH um EM-Medaillen -

Nach ca. 16 stündiger Fahrt von Deutschland über Österreich Slowenien und Kroatien bis nach Bosnien-Herzegowina trudelten die Sportler nacheinander im „Hotel Sedra“ unweit von Bihac ein. Das Hotel liegt direkt an der Una und befindet sich darüber hinaus direkt am Ziel, was die Organisation um ein vielfaches erleichtert.

„Die Stimmung in der Mannschaft ist derzeit bestens“, sagt Bundestrainer Günter Schröter. „Bis auf ein paar kleine kränkleer ist alles prima. Es kann losgehen.“

Die Sporter verbringen nun ihren 5 Tag auf der Rennstrecke und haben den Bach nun „intus“. Es geht  nun so langsam auf die Vorbereitung der Wettkämpfe zu.

Ablaufplan:

Mittwoch         Nonstop

Donnerstag      Classicrace

Freitag             Team Classicrace

Samstag           Sprint

Sonntag           Teamsprint

 Weiteren Informationen und Wettkampfergebnisse werden demnächst hier bekannt gegeben